Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt die lokale Entwässerungssituation nachhaltig zu verbessern und insb. auch die Mischwasserbauwerke nach dem neusten Stand der Technik zu ertüchtigen. Die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen konnten mit Ausnahme des Mischwasserbauwerks „Rechts der Donau“ bereits im vergangenen Jahr durchgeführt werden.
Hierbei hat die Firma HST Systemtechnik aus Meschede nicht nur Sanierungen am Gebäude des Pumpwerks samt Installation dreier neuen Pumpen vorgenommen, sondern v.a. die maschinen- wie elektrotechnische Ausrüstung erneuert und mit modernster Mess-, Steuer- und Regeltechnik nachgerüstet. Mit der Reaktivierung eines stillgelegten Regenüberlaufs wurden u.a. die erforderlichen Tiefbauarbeiten am „Unteren Damm“ zur Optimierung des Regenüberlaufbeckens „Links der Donau“ vorgenommen. Dabei ist ein zusätzlicher Überlauf inkl. eines Entlastungskanals durch das Dammbauwerk zur Donau für eine verbesserte Gravitationsentwässerung hergestellt worden. Ziel hiervon ist eine wirksame Entlastung zu erreichen, so dass nicht mehr das gesamte anfallende Wasser am Pumpwerk in die Donau gehoben werden muss, was letztlich zu einer beträchtlichen Energieeinsparung führt. Für diese Maßnahmen sind in den beiden vergangenen Jahren allein rd. 1,8 Mio. Euro bei etwas mehr als 1,0 Mio. Euro an Fördermitteln, verbaut worden.
Nachdem die Stadt mit rd. 915.000 Euro für das Mischwasserbauwerk „Rechts der Donau“ ebenfalls eine hohe Forderung erhalten konnte, beabsichtigt man in einem dritten Bauabschnitt die Gesamtmaßnahmen abzuschließen. Die Firma Delhey Bau GmbH aus Mühlingen startete in diesen Tagen mit den Arbeiten in der Spitalstraße d.h. im Bereich des Schul- und Sportgeländes. Zunächst werden die Bauwerke „Beckenüberlauf Ost und West“ am Tennisheim bzw. an der Wendeplatte ertüchtigt, indem in einem ersten Schritt nach Abnahme der Deckenplatten die alten Ausrüstungen demontiert werden. Für den Einbau der neuen Ausrüstungen sind diese dann mit größeren Einstiegen vorgesehen. Zusätzlich wird jeweils in den Zulaufleitungen ein neuer Geschiebeschacht in der und neben der Spitalstraße eingebaut. Dadurch soll vor den Beckenüberläufen das angeschwemmte Geröll zurückgehalten werden, um so einen besseren Schutz zu gewährleisten. Zum Betrieb der Anlage wird letztlich noch ein neuer Stromanschluss mit einem Schaltschrank hergestellt, von wo aus die betr. Bauwerke versorgt werden.
Im Zusammenhang mit diesen Baumaßnahmen kann es in den kommenden Wochen temporär zu verkehrlichen Beeinträchtigungen innerhalb der Spitalstraße in Form einer teilweisen bzw. kurzen Vollsperrung ab dem Parkplatz beim Sportheim kommen.