Museum Oberes Donautal im Ifflinger Schloss

Das so genannte „Ifflinger Schloss“ in der Altstadt von Fridingen, um 1330 von den Grafen von Hohenberg als Wohnturmburg erbaut und bis 1793 Sitz der Herren von Ifflingen-Granegg, beherbergt seit 1987 das Museum Oberes Donautal. Seit 2015 besteht eine Kooperation mit dem Museum im Vorderen Schloss in Mühlheim. Historisches Ambiente bewahrt haben im Ifflinger Schloss die ehemalige Schlosskapelle, die Hohenbergstube und eine Täfelstube des 16. Jahrhunderts, die den Vögten der Grafschaft Oberhohenberg als Amtsstube diente. Hier werden die Geschichte der Stadt und der einstmals österreichischen Grafschaft Hohenberg dargestellt. Darüber hinaus umfasst die Dauerausstellung weitere vier Schwerpunktabteilungen:  

Burgen im Oberen Donautal

Rund vierzig Burgen standen einst im Oberen Donautal zwischen Tuttlingen und Sigmaringen auf engstem Raum, darunter auch malerische Felsennester oder schwer zugängliche Höhlenburgen. In der Schlosskapelle wird diese deutschlandweit einmalige Burgenlandschaft dargestellt und anhand von originalen Fundstücken oder Gedichten mittelalterlicher Minnesänger wie Hugo von Werenwag auf ihre kulturgeschichtliche Bedeutung aufmerksam gemacht.

Donautalgalerie

Seit den 1830er Jahren wurde das obere Donautal zunehmend von Künstlern und Literaten entdeckt. Vor allem im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche Grafiken und Veduten der romantischen Felsenlandschaft und ihrer malerischen Burgen und Schlösser. Mit der Donautal-Galerie besitzt das Museum die wohl größte Sammlung an historischen Abbildungen und Kunstwerken aus dem Donautal. Besonderen Rang nehmen dabei die beiden Fridinger Maler Alfons Epple (1899-1948) und Hans Bucher (1929-2002) ein. 

Archäologie

Das Donautal ist überaus reich an archäologischen Fundplätzen. Mehrere davon wie etwa die Jägerhaushöhle bei Fridingen sind sogar von europäischer Bedeutung. Eine reichhaltige archäologische Sammlung macht vertraut mit den Jägern aus der Mittelsteinzeit (Mesolithikum 8000-3000 v.Chr.) oder den frühen alamannischen Siedlern (6./7. Jht.). Das alamannische Gräberfeld in der Flur „Spital“ bei Fridingen konnte 1971 vollständig untersucht werden und erwies sich als archäologische Sensation.

Fasnet

Glanzstücke der volkskundlichen Sammlung sind die historischen Fridinger Narrenkleider aus dem 19. Jahrhundert sowie die bis ins 18. Jahrhundert zurückreichenden Fastnachtslarven. Fridingen war und ist ein Zentrum der Maskenschnitzerei, die örtliche Fastnacht ist berühmt im gesamten Südwesten. 

Regelmäßig werden Ausstellungen zur Kunst und Kulturgeschichte des Oberen Donautals durchgeführt. 

Auf Wunsch finden auch standesamtliche Trauungen in diesem historischen Ambiente statt. 


Öffnungszeiten:

Ganzjährig sonntags 14-17 Uhr,
Führungen für Gruppen nach Vereinbarung.

Museum Oberes Donautal
Schlossgasse 20,
78567 Fridingen a.D.,
Tel. 07463/8474

Museumsleitung:
Dr. Armin Heim
Kirchplatz 2, 78567 Fridingen a.D.
Tel. 07463/837-18,
FAX 07463/83750,
heim@fridingen.de