Neues zum Breitbandausbau

2016 wurde von allen Städten und Gemeinden im Landkreis Tuttlingen eine interkommunale Anstalt des öffentlichen Rechts namens „Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen“ - kurz BIT - gegründet, mit dem Ziel den Kommunen dieser Gebietskörperschaft einen zeitnahen innerörtlichen Glasfaserausbau zu ermöglichen. Mittelfristig soll somit im gesamten Landkreis flächendeckend schnelles Internet gewährleistet werden.

Die BIT kümmert sich dabei um den Bau des sog. „Kreisbackbone-Netzes“. Das die Städte und Gemeinden übergreifende Versorgungsnetz in Ringform („Backbone“) soll die jeweiligen Kommunen und vor allem die lokalen Übergabepunkte (sog. PoP-Standorte - Point of Presence -) miteinander verknüpfen. Insgesamt werden dabei 275 Kilometer Glasfaserkabel verbaut.

Die Kommunen sind dabei für die sog. innerörtlichen Netze selbst verantwortlich, wobei man für den kostenintensiven Aufbau auf die bestmögliche Förderung von Land und Bund angewiesen ist. So werden nach einer bereits vorgenommenen Machbarkeitsstudie die Gesamtkosten für das Stadtgebiet Fridingen auf über 7 Mio. Euro beziffert, wenn mittelfristig jedes Haus auf Bedarf und Wunsch einen Glasfaseranschluss erhalten soll.

Nachdem 2022 durch die Breitbandinitiative das überörtliche Backbone von Buchheim über Fridingen und Mühlheim nach Tuttlingen verlegt wurde, kann nunmehr vor Ort mit dem Aufbau eines innerörtlichen Netzes begonnen werden. Hierbei wird der Schwerpunkt zunächst einmal im Anschluss von Gewerbegebieten und den öffentlichen Einrichtungen liegen.

Näheres zum Ausbaustand erfahren Sie hier:

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  • Gründung Breitbandinitiative mit Bild   
  • Berichterstattung GR vom 17. Mai 2021
  • Berichterstattung GR vom 20. September 2021
  • Spatenstich POP-Gebäude
  • Berichterstattung GR vom 06. April 2022
  • Errichtung POP-Gebäude mit Bild
  • Berichterstattung GR April 2022

Interkommunale Anstalt für Breitbandausbau gegründet (28.7.2016)

Jüngst hat der Landkreis Tuttlingen gemeinsam mit seinen Städten und Gemeinden eine interkommunale Anstalt des öffentlichen Rechts „Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT)“ gegründet, um sein Ziel „Glasfaser in jeden Haushalt“ in den nächsten 5 Jahren umzusetzen. Damit ist Tuttlingen in ganz Baden-Württemberg der 1. Landkreis, der gemeinsam mit allen Städten und Gemeinden eine solche Anstalt gegründet hat.

Die Anstalt des öffentlichen Rechts kümmert sich um den Bau des sogenannten Kreisbackbone-Netzes. Die Bau- und Verlegungskosten betragen rd. 25 Mio. EUR, der Eigenanteil des Landkreises liegt bei rd. 9 Mio. EUR. Die restlichen Kosten können über Zuschüsse finanziert werden. Insgesamt werden 275 Kilometer Glasfaserkabel im Landkreis verlegt. Verschiedene Abschnitte, wie die Strecke vom Witthoh nach Hattingen, sind bereits gebaut, andere in Realisierung. Der Kreis als Eigentümer verpachtet sein Netz und holt sich so seine Kosten zurück. Die Suche nach einem geeigneten Betreiber läuft über eine EU-weite Ausschreibung. Die Gemeinden sind für die sogenannten Ortsnetze verantwortlich. Sie stellen diese der Anstalt des öffentlichen Rechts für die gemeinsame Verpachtung zur Verfügung. Die Städte und Gemeinden entscheiden selbst, wie schnell sie den Ausbau ihrer Ortsnetze voranbringen wollen. Alle Stadt- und Gemeinderäte der Kommunen im Landkreis sind der Anstalt beigetreten. Durch die Unterschrift der Bürgermeister wurden diese Beschlüsse der Gemeinderäte nun vollzogen.

Vorstand und damit Geschäftsführer der interkommunalen Anstalt des öffentlichen Rechts ist Frank Baur, der auch bisher die Federführung für das Projekt inne hatte. Der Verwaltungsrat der neuen Organisation hat ihn aus mehreren Bewerbern ausgewählt. „Unser Schwerpunkt liegt zunächst im Anschluss von Gewerbegebieten, also unseren Betrieben und auch öffentlichen Einrichtungen wie den Rathäusern und Schulen. Parallel zur weiteren Ausbauplanung gehen wir mit Hochdruck an die Betreibersuche und die dafür notwendige europaweite Ausschreibung“, so Frank Baur.

Freigabe der öffentlichen Ausschreibung für die Errichtung eines sog. POP-Gebäudes und Versorgung der Schule mit Glasfaser

Gemeinderatssitzung vom 17.5.2021

Hierzu konnte Herr Martin Simonetti vom Büro cec-Ingenieure GmbH aus Feldkirchen begrüßt werden, welches auf den lokalen Breitbandausbau spezialisiert ist. Nachdem sich 2019/20 zum wiederholten Male die Fördervoraussetzungen veränderten, überarbeitete das Fachbüro die bereits vorhandene innerörtliche Strukturplanung. Jene musste zwingend, um für zukünftige Ausbaumaßnahmen förderfähig zu bleiben, an das neue Materialkonzept des Bundes angepasst werden. Diese Vorarbeit zahlte sich nunmehr aus.

Während gegenwärtig eine Bezuschussung für den innerörtlichen Glasfaserausbau von privaten Wohngebieten noch nicht möglich ist, bestand für Schulen und Gewerbegebiete nach der Vornahme eines sog. Markterkundungsverfahrens jedoch die Möglichkeit entsprechende Förderanträge zu stellen.  

Im diesjährigen Haushalt sind für die Errichtung eines sog. Point of Presence Gebäudes (kurz: POP) und die Verkabelung der Schulen mit Glasfaser 135.000 Euro eingestellt. Das POP-Gebäude beinhaltet den Verknüpfungspunkt des sog. Backbone-Netzes, also des gemeindeübergreifenden Versorgungsnetzes in Ringform, welches gerade im Landkreis aufgebaut wird und die Kommunen miteinander verbindet. Erst mit dessen Installation ist letztlich eine innerörtliche Erschließung mit Glasfaser möglich, die sich nach aktualisierten Kostenberechnungen für das Stadtgebiet auf rd. 7,5 Mio. Euro belaufen dürfte. In Anbetracht solcher finanzieller Dimensionen ist klar, dass der Glasfaserausbau nur in Abschnitten und sukzessive unter bestmöglicher Förderung erfolgen kann.                                                                                                                 

Entsprechend den Planungen muss das POP-Gebäude im Bereich der Schul- und Freizeitanlagen errichtet werden. Zu Jahresbeginn erhielt die Stadt nun erfreulicherweise eine positive Förderzusage des Bundes in Höhe von 65.000 Euro. Dies entspricht dem maximalsten Fördersatz, wobei wir zudem noch mit einer Mitfinanzierung seitens des Landes rechnen können. Um keine weitere Zeit zu verlieren, stimmte der Gemeinderat zu, das Büro cec-ingenieure GmbH gemäß dem Kostenangebot von knapp 16.000 Euro mit dem öffentlichen Ausschreibungsverfahren sowie der anschließenden Bauleitung und Förderabwicklung zu beauftragen. Nach Kostenberechnung ist für die Errichtung des POP samt Glasfaserversorgung der dortigen Schulen von Gesamtkosten in Höhe von 138.000 Euro auszugehen. Als Standort für das Gebäude wurde der Platz zwischen der Grundschule und der Festhalle an der Annastraße festgelegt. Das Gebäude selbst wird sechs auf drei Meter breit sein und ein Flachdach besitzen.

Mit Zustimmung durch den Gemeinderat wird die öffentliche Ausschreibung nun zügig vorbereitet, um nach der Sommerpause die Vergabe tätigen zu können. Ziel ist es, für die weitere innerörtliche Glasfasererschließung das POP-Gebäude zeitnah zu errichten und die Schulen, wie ggf. auch die Fest- und Sporthalle, mit schnellem Internet zu versorgen.

Abschließend setzte Martin Simonetti das Gremium über das Markterkundungsverfahren für das Gewerbegebiet „Obere Gasse“ in Kenntnis. So wurden die dortigen Unternehmen und Firmen nach der Anzahl der internetverbundenen Arbeitsplätze sowie Betriebsmittel abgefragt. Diese Bedarfsermittlung ist Voraussetzung für eine Bezuschussung durch Bund und Land. Angesichts der bestehenden Fördermöglichkeiten sollte eine zeitnahe Versorgung dieses Industriegebiets mit Glasfaserleitungen geprüft und für das kommende Jahr beantragt werden; in der mittelfristigen Finanzplanung sind hierfür knapp 400.000 Euro vorgesehen.

Allerdings musste Herr Simonetti dem Gemeinderat nun eine unerfreuliche Mitteilung machen. Für alle überraschend hat der Bund bzw. das zuständige Ministerium in diesen Tagen wiederum einmal vollendete Tatsachen geschaffen. Ohne große Vorankündigung wurde der zuständige Projektträger für den Süden Deutschlands ausgewechselt, mit bedauerlichen Konsequenzen für den momentanen Verfahrensstand. Laut Auskunft des bisherigen Projektträgers werden demnach laufende Antragsverfahren nicht mehr abschließend bearbeitet. Dies stellt uns vor die unbefriedigende Situation, dass aktuell noch nicht beurteilt werden kann, wie denn die „neuen“ Förderrichtlinien unter dem neu zuständigen Projektträger sein werden. Mit Blick auf das kommende Haushaltsjahr wird daher zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen zu beraten sein.            

Vergabe der baulichen Maßnahmen für die Errichtung eines sog. POP-Gebäudes für die Glasfaserversorgung sowie die Anbindung der örtlichen Schulen

Gemeinderatssitzung vom 20.9.2021

Ende Mai ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung eine diesbezügliche öffentliche Ausschreibung auf Grundlage einer durch das Büro cec-ingenieure GmbH aus Feldkirchen erstellten Kostenberechnung durchzuführen, mit dem Ziel in der ersten Sitzung nach der Sommerpause die entsprechende Vergabe tätigen zu können. Möglich wird der Einstieg in den Aufbau eines städtischen Glasfasernetzes durch den im Sommer geschaffenen Anschluss an den Backbone des Landkreises unter der Zuständigkeit der Breitbandinitiative BIT.

Insgesamt wurden zwei Gewerke ausgeschrieben und zwar einerseits für den Tiefbau- und die Montagearbeiten inklusive der Materiallieferung sowie anderseits für die Lieferung eines sog. POP-Gebäudes. Aufgrund der derzeitigen Auslastung der Firmen in diesem Bereich waren die eingegangenen Angebote letztlich sehr überschaubar, lagen insgesamt aber im Rahmen der ursprünglichen Kostenberechnung.

Die Gesamtkosten für diese baulichen Maßnahmen belaufen sich auf 171.063,02 Euro brutto. Erfreulicherweise konnte man hierbei aufgrund des Landes- und Bundesförderprogramms eine Bezuschussung von 123.875,22 Euro netto erhalten. Dies entspricht einer tollen Förderquote von knapp 88 % der Nettobaukosten. Somit verbleibt der Stadt noch ein zu finanzierender Eigenanteil in Höhe von 47.187,50 Euro brutto, wie der verantwortliche Projektleiter Martin Simonetti in der Sitzung dem Gemeinderat erläuterte.

Nach diesen Ausführungen sowie Nachfragen aus dem Gremium vergab der Gemeinderat die Tiefbau- und Montagearbeiten inklusive der Materiallieferung an die Firma Kellner Telecom GmbH aus Korntal-Münchingen zu einem Angebotspreis von 103.916,06 Euro brutto sowie die Lieferung des POP-Gebäudes an den wirtschaftlich kostengünstigsten Bieter die Firma Breitbandtechnik

Spatenstich zum örtlichen Glasfaserausbau - Fridingen nimmt eine weitere Hürde zur zukünftigen Breitbandversorgung

Noch im zurückliegenden Jahr wurde von der Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT) das überörtliche Backbone von Buchheim über Fridingen und Mühlheim nach Tuttlingen verlegt. Damit ist es nunmehr möglich, dass die Stadt über ein zentrales Technikgebäude an dieses Backbone angebunden wird und sukzessive ihr eigenes örtliches Glasfasernetz aufbauen kann. Dieses Vorhaben soll letztlich in mehreren Schritten und Teilprojekten erfolgen, wobei man auch zukünftig auf bestmögliche Förderung angewiesen sein wird. Die Stadt wird dabei planerisch durch das Büro cec-ingenieure aus Feldkirchen bei München begleitet.

In der vergangenen Woche ist mit dem Spatenstich für das zentrale Technikgebäude - PoP (Point of Presence) genannt - ein wichtiger Schritt für den örtlichen Breitbandausbau vollzogen worden. Nachdem sich der Gemeinderat in den letzten beiden Jahren mehrfach mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, wurde im Oktober 2021 mit den entsprechenden Vergabebeschlüssen der Grundstein für den digitalen Ausbau vor Ort gelegt.  Unter Anwesenheit von Landrat Stefan Bär sowie Vertretern der BIT, den beteiligten Fachingenieuren und der bauausführenden Firma Kellner Telecom aus Korntal-Münchingen hat man am vorgesehenen Standort zwischen der Festhalle und der Grundschule die erste Ausbaustufe nun symbolisch begonnen.

Zeitnah sollen zunächst die Gemeinschaftsschule Obere Donau, die Grundschule sowie die Sport- und Festhalle an das Breitbandnetz angeschlossen werden. Das PoP-Gebäude selbst kann allerdings aller Voraussicht nach aufgrund der derzeitigen Lieferfristen erst Mitte des Jahres in Betrieb gehen.

Die Gesamtkosten dieser baulichen Maßnahmen liegen bei rd. 172.000 Euro, wobei durch feste Förderzusagen von Bund und Land 90 % gefördert werden. Bürgermeister Stefan Waizenegger dankte deshalb auch für die großzügige Förderung dieses Vorhabens, mit der jetzt der Startschuss zu einem wichtigen Zukunftsprojekt gelinge.  Nach Fertigstellung wird die Versorgung der Endkunden dann über den vertraglichen Netzbetreiber der BIT - der NetCom BW aus Ellwangen - erfolgen.

Mit der erfolgten Anbindung der Schulen, ist es dann das Ziel in einem nächsten Ausbauschritt das Gewerbegebiet „Obere Gasse“ mit Glasfasern zu versorgen. Hierzu fanden schon Gespräche mit den ansässigen Unternehmen statt. Im Vorfeld einer Förderantragstellung beim Bund und Land ist jedoch zunächst erneut ein sog. Markterkundungsverfahren durchzuführen, da in der Zwischenzeit der Projektträger gewechselt hat. Diese Erforderlichkeit kann allerdings erfreulicherweise zu 100 % durch Bundesfördermittel für Planungs- und Beratungsleistungen finanziert werden; die entsprechende Zusage liegt bereits vor. Nach Ueberplanung des Ausbaubereichs ist dann noch Ende dieses Jahres die Ausschreibung der baulichen Maßnahme mit Blick auf 2023 vorgesehen.

Zentrales Technikgebäude für den örtlichen Glasfaserausbau ist errichtet!

Nachdem man im März den symbolischen Spatenstich für die Glasfasererschließung der Schulen inklusive des sog. Point of Presence (kurz: PoP genannt) vorgenommen hatte, wurden am 16.5.2022 das zentrale Technikgebäude zwischen der Grundschule und der Festhalle durch die Firma Breitbandtechnik Deutschland GmbH aus Nürtingen angeliefert. Damit ist ein weiterer wichtiger Grundstein für den digitalen Ausbau vor Ort realisiert worden. Das Gebäude beinhaltet den Verknüpfungspunkt des sog. Backbone-Netzes, also des gemeindeübergreifenden Versorgungsnetzes in Ringform, welches gerade im Landkreis aufgebaut wird und die einzelnen Kommunen miteinander verbindet. Dieses überörtliche Backbone wurde von der Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT) noch Ende 2021 von Buchheim über Fridingen/Mühlheim nach Tuttlingen verlegt. Erst mit Installation des Technikgebäudes ist letztlich sukzessive eine innerörtliche Erschließung mit Glasfaser möglich. Das angelieferte Betongebäude ist sechs auf drei Meter breit und besitzt ein Flachdach. Aufgrund der derzeitigen Lieferengpässe hatte sich die Auslieferung etwas verzögert und in diesen Monat hinein gezogen.

In einem ersten Ausbauschritt wurden in diesen Tagen nunmehr die Leitungen an die Schulen sowie an die Fest- und Sporthalle gelegt. Die hierfür erforderlichen Tiefbau- und Montagearbeiten hatte man nach vorheriger Ausschreibung im Gemeinderat an die Firma Kellner Telecom GmbH aus Korntal-Münchingen vergeben. Eine Inbetriebnahme des Technikgebäudes soll zeitnah vonstattengehen, sobald durch die BIT die Anbindung an den zentralen Knotenpunkt der NEtCom BW in Tuttlingen hergestellt ist. Nach Fertigstellung wird die Versorgung dann über den vertraglichen Netzbetreiber der BIT - der NetCom BW aus Ellwangen - erfolgen.

Die Gesamtkosten für die baulichen Maßnahmen belaufen sich auf 171.063,02 Euro brutto, die so auch im diesjährigen Haushalt eingestellt sind. Erfreulicherweise konnte die Stadt hierbei aufgrund des Landes- sowie des komplementären Förderprogramms des Bundes eine Bezuschussung von 123.875,22 Euro netto erhalten, was einer großzügigen Förderquote von knapp 88 % der Nettobaukosten entspricht. Letztlich verbleibt der Stadt damit noch ein zu finanzierender Eigenanteil in Höhe von 47.187,50 Euro.

Für das kommende Jahr ist es das Ziel in einem weiteren Ausbauschritt das Gewerbegebiet „Obere Gasse“ mit Glasfasern zu versorgen. Hierfür ist jedoch im Vorfeld einer Förderantragstellung zunächst ein neuerliches Markterkundungsverfahren durchzuführen, was gegenwärtig geschieht. Nach Überplanung des Ausbaubereichs soll noch Ende dieses Jahres die Ausschreibung der baulichen Maßnahme mit Blick auf 2023 vorgenommen werden.

Vergabe der Beratungs- und Ingenieurleistungen im Zuge des geförderten Glasfaserausbaus im Rahmen des sog. „Graue-Flecken-Programm“ des Bundes

Nachdem im letzten Jahr durch die Breitbandinitiative Landkreis Tuttlingen (BIT) das überörtliche Backbone von Buchheim über Fridingen und Mühlheim nach Tuttlingen verlegt werden konnte, erfolgte unlängst der Spatenstich für das zentrale Technikgebäude (PoP-Gebäude) am vorgesehenen Standort zwischen der Festhalle und der Grundschule. Mittlerweile sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen und die Glasfaserleitungen zur Anbindung der Gemeinschafts- und Grundschule verlegt. Folgen sollen zeitnah nun auch noch die Sport- und Festhalle. Zu diesem Zweck sind im diesjährigen Haushalt, bei einer Förderung von 90 %, finanzielle Mittel von etwas mehr als 170.000 Euro vorgesehen. Aufgrund der derzeitigen Lieferfristen kann das PoP-Gebäude aller Voraussicht nach jedoch erst im Juni in Betrieb gehen.

In einem nächsten Ausbauschritt beabsichtigt man dann 2023 die Versorgung des Gewerbegebiets „Obere Gasse“ mit Glasfaser. Diesbezügliche Gespräche sowie eine Informationsveranstaltung mit den ansässigen Unternehmen fanden bereits statt. Das neue sog. „Graue-Flecken-Förderprogramm“ eröffnet dabei die Perspektive den Breitbandausbau unter Inanspruchnahme staatlicher Fördermittel in den kommenden Jahren voranzubringen. Im Vorfeld einer Antragstellung ist allerdings zunächst ein sog. Markterkundungsverfahren durchzuführen, zumal in der Zwischenzeit auch der Projektträger gewechselt hat.

Für die komplexen Förderanträge wie auch die notwendigen Planungs- bzw. Ingenieurleistungen ist externer Sachverstand unverzichtbar. Zu diesem Zweck muss nach einer vorherigen beschränkten Ausschreibung mit einem Fachbüro eine sog. Rahmenvereinbarung abgeschlossen werden. Diese Tätigkeiten können dabei zu 100 % durch Bundesfördermittel finanziert werden; die entsprechende Zusage liegt der Stadt bereits vor.

Insgesamt drei auf diese Tätigkeiten spezialisierte Planungsbüros reichten bei der Verwaltung das entsprechende Blankoformular fristgerecht und ordnungsgemäß ausgefüllt ein. Die  Auswertung ergab, dass das Angebot der Firma cec-ingenieure aus Feldkirchen in allen vergleichbaren Einzelpositionen das wirtschaftlich kostengünstigste Angebot darstellt. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat die Rahmenvereinbarung zu den dort genannten Konditionen mit dieser Firma abzuschließen.