13. September 2022

Nach mehrjähriger Unterbrechung feiert Fridingen wiederum ein sehr schönes und gelungenes Stadtfest!

Nach dreijähriger Pause erlebte unsere Stadt bei weitestgehend gutem Wetter und ausgelassener Stimmung ein tolles wie harmonisches Festwochenende. Nachdem aufgrund der weltweiten Pandemie seit 2020 unser traditionelles Heimatfest entfallen musste, war in der Innenstadt an insgesamt drei Tagen zur Freude und zum Vergnügen vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch zahlreicher Gäste aus nah und fern nun endlich wiederum erneut einiges geboten. Eindrucksvoll wurde dabei gezeigt, dass es die Bürgerschaft nicht verlernt hat, solch schöne Anlässe auf gebührende Art und Weise in Geselligkeit wie Gemeinschaft zu feiern. 

Mit einem ökumenischen Festgottesdienst durch Pfarrer Gerwin Klose und Pfarrerin Nicole Kaisner startete am Freitagabend das mittlerweile 38. Fridinger Stadtfest. Im Anschluss und nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeister Stefan Waizenegger nahm dann Pfarrer Gerwin Klose auf dem Kirchplatz den offiziellen Fassanstich vor. In bewährter Manier wurde dieser dabei von der Stadtkapelle begleitet. Sie spielte im Nachgang und zur Freude der zahlreichen Festbesucher noch eine Zeit lang auf, ehe die Band „Da Capo“ die weitere stimmungsvolle Unterhaltung übernahm. Den gesamten Abend herrschte in den geöffneten Zelten und Ständen auf dem Kirchplatz ein ungezwungenes und fröhliches Treiben.

Der Samstag begann schon am Vormittag mit der mittlerweile 22. Oldtimerrundfahrt. Nach Begrüßung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch den Schultes startete um 15.00 Uhr, angeführt durch den Fanfarenzug, der Umzug der alten Automobile und Traktoren durch den historischen Stadtkern. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer waren einmal mehr von diesen motorischen Raritäten, die vielfach bereits aus dem Alltagsverkehr verschwunden sind, begeistert und beeindruckt. Der ein oder andere Gast nutzte den Nachmittag auch um den geöffneten Museen - dem Ifflinger Schloss mit seinen Dauerausstellungen und der diesjährigen Sonderausstellung des Heimatkreises „Flucht/Vertreibung/Umsiedlung“ sowie dem Künstlerhaus Scharf Eck mit der Sonderausstellung „Hans Buchers Reise nach Ägypten“ - einen Besuch abzustatten oder begutachtete die Präsentationen der örtlichen Kindergärten im Ratssaal.

Unsere kleinen Gäste konnten in der Zwischenzeit ihr Können bei den vielen tollen Mitmachstationen des Kindergartens und der Kinderkrippe „Am Vogelsang“ testen. Auch in diesem Jahr ließ das „Sigmaringer Puppentheater“ unter Leitung von Jürgen Steiert die Puppen tanzen und brachte mit seinem abwechslungsreichen Programm einen Hauch von Magie ins Städtle. Der Kinderflohmarkt fand wie gewohnt in der Schloßgasse statt. Beim Glücksrad konnte man mit ein bisschen Glück wieder einen großen oder kleinen Preis gewinnen.

Mit Beginn des Abends bis in die späte Nacht hinein sorgte dann auf der Festbühne die Unterhaltungsband „Hearts on Fire“ mit ihrer Livemusik für eine gelöste und entspannte Stimmung auf dem Kirchplatz. 

Der Sonntag stand dann wie gewohnt im Zeichen des Floh- und Krämermarktes, welcher schon am Vormittag zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Gassen unserer Altstadt lockte. Im Gegensatz zu den Vorjahren waren heuer weniger Marktbeschicker vor Ort, so dass die Schlossgasse nicht mehr belegt war. Wie auch in anderen Städten und Gemeinden zeigte sich, dass verursacht durch die Pandemie viele Händler in den vergangenen Jahren ihr Geschäft einstellten oder gänzlich aufgehört haben. Für Beachtung sorgte auch ein Stand der Aktionsgemeinschaft zum Erhalt des Bronner Wehrs. Die Stadtkapelle unterhielt am Vormittag die anwesenden Gäste mit einem unterhaltsamen Platzkonzert auf dem Kirchplatz, ehe dann am Nachmittag die Gruppe „Rehragout“ mit flotter Musik für Stimmung sorgte. Das abwechslungsreiche Rahmenprogramm  gestalteten im Weiteren die Turner des Turnvereins sowie die Mädels der Jazztanzgruppe mit. In den frühen Abendstunden fand dann ein schönes sowie gelungenes Stadtfest sein Ende.

Was vielen Menschen eine Freude bereitet, sorgt beim dem ein oder anderen Mitbürger auch mal für Unverständnis. So mussten gerade über dieses Wochenende die Bewohner und Angrenzer im Stadtkern manche Einschränkungen und Beeinträchtigung ertragen. Für das aufgebrachte Verständnis möchten sich die beteiligten Vereine, als auch die Stadtverwaltung an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken.

Ebenfalls gilt es ein großes Dankeschön an all denjenigen Helferinnen und Helfer auszusprechen, welche angefangen vom Aufbau, über die Bewirtung bis zum Abbau der Zelte zum Fest beigetragen haben und damit zugleich für ein gutes und reibungsloses Gelingen mitverantwortlich waren. In diesen Dank gilt es die Organisatoren der Oldtimerausstellung, die Kindergärten, die Stadtkapelle, den Turnverein und Fanfarenzug für seine Auftritte und dem städtischen Bauhof mit einzubeziehen. Ein besonderer Dank ist den Unternehmen und Firmen auszusprechen, welche die teilnehmenden Vereine und Gruppen mit ihrem Sponsoring unterstützt haben, nachdem diese im Vorfeld beschlossen hatten, in diesem Jahr erstmalig keine Tombola zur Mitfinanzierung des Stadtfestes durchzuführen.

Einmal mehr zeigte sich: Einen dreitägigen Festbetrieb in dieser Dimension zu organisieren und durchzuführen wäre ohne die vielen ehrenamtlichen und engagierten Bürgerinnen und Bürger schlichtweg nicht möglich. Hierfür allen nochmals herzlichen Dank und auf ein Neues 2023!