13. September 2022

Grund- und Gemeinschaftsschule rüstet sich für die digitale Zukunft - Neue Herausforderungen erfordern neue Technologien

Noch vor der Sommerpause wurden die örtlichen Schulgebäude für die Zukunft digital aufgerüstet. Beträchtliche Mittel von knapp 125.000 Euro sind allein hierfür in den diesjährigen Haushalten der Stadt sowie auch des Nachbarschaftsschulverbandes Fridingen/Neuhausen vorgesehen. Damit sind die beiden Grundschulstandorte, als auch die Gemeinschaftsschule „Obere Donau“ nunmehr in der digitalen Technik ertüchtigt und auf einen aktuellen Stand gebracht worden. Ein wesentlicher Anteil der finanziellen Aufwendungen von rund 100.000 Euro stammt dabei aus den aufgelegten Förderprogrammen des Landes - dem „sog. „Digital-Pakt“.

Bereits zuvor hatte man die aufgelegten Corona-Sonderförderungen für eine Sofortausstattung der Schulen mit mobilen Endgeräten für die Ausleihe, die vollumfängliche Ausstattung der Lehrerschaft mit Laptops oder auch die Schaffung einer professionelleren Struktur zur EDV-Administration als verantwortlicher Schulträger abgerufen.  

Die Schullandschaft selbst wie auch das Lernen war aber bereits schon vor der Pandemie in digitaler Veränderung begriffen. Eine Veränderung, die sich insbesondere durch die Lockdowns noch beschleunigte. Andererseits wurde dadurch nochmals im Besonderen deutlich, welche großen Chancen im Unterricht mit digitalen Medien liegen und wie notwendig deshalb auch eine zügige Anpassung der Rahmenbedingungen im Schulgebäude ist. Diese neue Form des Lehrens und Lernens verlangt von allen Beteiligten einiges ab.

Das Team aus Schulleiter Christian Traub und Matthias Tetzner, der neben dem Lehrerberuf als Netzwerkbetreuer an der Grund- und Gemeinschaftsschule Obere Donau arbeitet, übernahmen diese Aufgabe. Entsprechende Kontakte zu Unternehmen wurden aufgebaut und schon zu einem früheren Zeitpunkt wurde dem Gemeinderat ein Medienentwicklungsplan vorgelegt, was nunmehr für den Abruf von Fördermitteln auch entscheidende Voraussetzung war. Der Medienentwicklungsplan musste zwingend eine Bestandsaufnahme der bestehenden sowie benötigten Ausstattung, ein technisch-pädagogisches Einsatzkonzept und eine bedarfsgerechte Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte enthalten.

Mit Gewährung der Förderung seitens des Landes, erfolgte im Gemeinderat nach einer beschränkten Ausschreibung die Vergabe der Elektroarbeiten an die ortsansässige Firma Beier bzw. die technische Ausstattung an die Firma Hamcos aus Sigmaringen. Damit konnte man noch in diesem Schuljahr, nach Aufstellung der aktuellen Kapazitäten und des Bedarfs, alle Klassenzimmer mit Beamer sowie Apple-TVs bestücken. Diese ermöglichen es den Lehrkräften die pädagogischen Inhalte auch digital an die Wand zu projizieren. Auch Notebooks sind neuerdings für alle Klassenstufen im Einsatz, welche die Schülerschaft in Medienkompetenz bzw. im Umgang mit technischen Geräten ausbilden sowie im Rahmen unterrichtlicher Tätigkeiten eingesetzt werden können.

Gemeinsam mit der Schulleitung zeigte sich die Multimediaberaterin Stephanie Spohn sehr erfreut über die großen Nachfragen der Klassen an Schultablets und Notebooks. „Das Warten hat ein Ende und wir konnten endlich unsere Beamer in Betrieb nehmen. Unsere Schule ist auch ausstattungstechnisch endlich auf einem guten Weg und man merkt es den Schülern an, dass sie sich im Umgang mit neuen Medien ernstgenommen fühlen. Ohne die entsprechende Ausstattung fällt es schwer, die eigene Lerngruppe auf die neuen technischen Gegebenheiten vorzubereiten.“

Darüber hinaus sind nun sowohl Grund- sowie Gemeinschaftsschule an ein stabiles Internet angeschlossen und verfügen über ein internes WLAN-System. Hinzu kommt, dass die Schule sich zeitnah über eine neue Ausstattung des PC-Raumes sowie über die Anschaffung weiterer Schüler-Tablets freuen darf.

Aktuell nutzt die Gemeinschaftsschule zur Lehrer-/Eltern- und Elternkommunikation neben dem Messenger ThreemaWork auch die Lernplattform Moodle. Für Eltern und Lernende wird zudem auch das Portal WebUntis in einer Testphase erprobt und flächendeckend im kommenden Schuljahr eingesetzt. Mittels einer modernen IT-Ausstattung und Anwendungsmöglichkeiten möchte man sowohl für die Schülerschaft wie auch die Pädagogen weiter eine neue, mobile und zeitgemäße Form des Lernens und Lehrens schaffen.

Die Grund- und Gemeinschaftsschule „Obere Donau“ zeigt sich gegenwärtig somit für die digitale Zukunft bestens gerüstet. Das Thema „Digitalisierung“ bleibt jedoch unverändert im Blickfeld von Schulleitung und der Stadt als verantwortlicher Schulträger. Nachdem unlängst das zentrale Technikgebäude - Point of Presence genannt - errichtet und an das Backbone-Netz des Kreises angebunden wurde, werden die Einrichtungen aller Voraussicht nach zudem noch ab dem Herbst über eine hochmoderne Glasfaserverbindung verfügen, wie Bürgermeister Stefan Waizenegger erfreut mitteilen konnte.