24. Mai 2022

Die Vorbereitungsklasse für ukrainische Kinder und Jugendliche startete an der Gemeinschaftsschule Obere Donau in Fridingen

Seit der vergangenen Woche werden mehrere ukrainische Schülerinnen und Schüler aus Fridingen und Mühlheim gemeinsam an der Grund- und Gemeinschaftsschule „Obere Donau“ unterrichtet. Bis dato hatten die Kinder und Jugendliche zwar an Unterrichten in verschiedenen Schulen teilgenommen, konnten sich dort aber nachvollziehbarerweise aufgrund der Sprachbarrieren kaum einbringen. Die Schulämter haben den Schulen zwar entsprechende Deputate zur Verfügung gestellt, jedoch mangelt es an qualifiziertem Lehrpersonal.  

Daher vereinbarten die Schulleitungen und Verwaltungen der beiden Städte unlängst zum Wohle der betreffenden Schülerinnen und Schüler eine Kooperation. Nunmehr werden die Kinder und Jugendlichen  von einer pensionierten erfahrenen Lehrerin unterrichtet, die sich mit ihnen auch in deren Muttersprache unterhalten und dabei ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit vermitteln kann. Die Finanzierung dieser Lehrerstelle wird für dieses Jahr dankenswerterweise zu 2/3 aus Mitteln des Landkreises und zu 1/3 aus Spenden gedeckt.

Der kommissarische Schulleiter Christian Traub sowie die Lehrerin Lydia Schestakov nahmen die Begrüßung in den hiesigen schulischen Räumlichkeiten vor und sahen dabei sowohl bei den Grundschulkindern wie auch den älteren Schülerinnen und Schülern in glückliche Gesichter. Die Voraussetzungen für eine fundierte Sprachförderung wurden damit geschaffen. Zunächst werden die Kinder und Jugendliche nun intensiv in Deutsch unterrichtet, sollen dann aber auch zunehmend mit den erworbenen Sprachkenntnissen am Regelunterricht teilnehmen.

Auch die beiden Bürgermeister Jörg Kaltenbach und Stefan Waizenegger zeigten sich über das eingerichtete Kooperationsprojekt zur Sprach- und Bildungsförderung sehr erfreut. Dabei bedankten sich die beiden Schultes bei allen Beteiligten und insbesondere bei Volker Seelos, welche dieses ehrgeizige Projekt in kürzester Zeit möglich gemacht haben. Beide zeigten sich davon überzeugt, dass das zügige Erlernen der Sprache der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration ist.