22. Mai 2024

Das Gebäude für die neue Energiezentrale bei der Sporthalle ist fertiggestellt

Mit der Errichtung des Gebäudes für die neue Heizzentrale unseres Schul- und Sportzentrums konnte unlängst eine Baumaßnahme abgeschlossen und ein bedeutender Zwischenschritt zur Erneuerung des Nahwärmeversorgungsnetzes getätigt werden. Lediglich der Außenbereich ist in den kommenden Wochen noch herzurichten. Die Kosten für die Heizzentrale sind im diesjährigen Haushalt eingeplant, während die Technik und die erforderlichen Fernwärmeleitungen zu den kommunalen Einrichtungen über ein sog. Energieeffizienz-Contracting installiert und betrieben wird.

Bereits im Vorfeld der Planungen zur Grundsanierung unserer Sporthalle hatte man sich auf Anraten der Fachplanungen für die Auslagerung der vormaligen Heizzentrale samt Neubau ausgesprochen. Hintergrund hierfür waren nicht nur die ungenügenden Platzverhältnisse in der Halle, sondern auch die regelmäßig vorzunehmenden Wartungs- und Betreuungsleistungen. Weil nach Prüfung ein direkter Anbau an die Sporthalle nicht in Betracht kam, beschloss der Gemeinderat die neue Heizzentrale neben dem Technikgebäude für die innerörtliche Breitbanderschließung zu platzieren.

Bürgermeister Stefan Waizenegger dankt den bauausführenden Firmen für die zügige Abwicklung des Vorhabens, welche mit den Rohbauarbeiten im Februar begonnen hatten. Ein Dank gilt auch den Anwohnern der Annastraße für das aufgebrachte Verständnis insb. mit Blick auf die verkehrlichen Einschränkungen während der bisherigen baulichen Umsetzung.

Seit wenigen Tagen hat die Firma Comuna-Metall, im Auftrag der EnBW Contracting GmbH, mit den Arbeiten zur Wärmeversorgungsanlage begonnen. Zuerst wurde das „alte“ Blockheizkraftwerk dabei außer Betrieb gesetzt. In den kommenden Wochen wird nun das technische Equipment im erstellten Gebäude installiert. Eingebracht werden hierbei ein neuer Pelletkessel mit einer Leistung von 300 kWth und ein Blockheizkraftwerk mit 50 kWel sowie ein Redundanzkessel, Pufferspeicher und ein Pelletlager. In der Übergangsphase bis zur Inbetriebnahme sorgt jetzt ein mobiles Heizgerät für diesbzgl. Sicherheit und liefert die Wärme zu den kommunalen Gebäuden. Parallel hierzu wird auch die Abgasanlage errichtet und die Nahwärmeleitung zu den verschiedenen kommunalen Gebäuden gezogen. Eine weitere Sperrung der Annastraße ist somit nicht mehr erforderlich. Die Montagezeit ist auf maximal vier Wochen festgesetzt, so dass die Anlage plangemäß Ende Juni/Anfang Juli die kommunalen Liegenschaften versorgen kann.

Das neue Wärme- und Energieversorgungssystem wird dabei nicht nur deutlich nachhaltiger und effizienter sein. Es eröffnet zudem über ein Energiedatenmonitoring auch die Möglichkeit der systematischen und transparenten Auswertung aller Betriebsdaten für jede einzelne an das Nahwärmenetz angeschlossene Liegenschaft bzw. Gebäude. Somit kann genau kontrolliert werden, welche Einsparungen tatsächlich erzielt werden. Die vertragliche Laufzeit der Energie-Contracting-Partnerschaft ist zunächst einmal auf zehn Jahre, mit einer jeweils zweimaligen Verlängerungsoption von fünf Jahren, festgeschrieben worden.

Das neue umweltverträgliche und wirtschaftliche Wärme- und Energieversorgungskonzept mit seinen Energieeinsparmaßnahmen stellt einen wichtigen Bestandteil zur Umsetzung der Energiewende vor Ort dar. Durch die Sanierung der Anlagen wird der CO2–Ausstoß pro Jahr um rd. 126 Tonnen reduziert.

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