Ein bedeutendes städtebauliches Erneuerungsvorhaben ist abgeschlossen:

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Alle Straßenzüge im Wohngebiet „Bangelt/Nördliche Vorstadt“ sind umfassend saniert und erstrahlen in neuem Glanz!

In der vergangenen Woche fand mit der obligatorischen Bauabnahme eine wichtige städtische Infrastrukturmaßnahme ihr offizielles Ende. Nachdem in den Jahren 2013 und 2014 die Ortsdurchfahrt im dritten Teilabschnitt erneuert, sowie die Hochwasserschutzmaßnahme in der Bahnhofstraße abgeschlossen wurde, begann man anschließend bereits im Frühjahr 2015 die vorbereitenden Arbeiten im Sanierungsgebiet „Bangelt/Nördliche Vorstadt“.

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Aufgeteilt in zwei Bauabschnitte sind in der Folge sowohl die Schiller- und Goethestraße, sowie die Mühl- und Kreuzhalde von Grund auf saniert worden. In allen Straßenzügen wurden dabei die Kanal- und Wasserleitungen, als auch die Hausanschlüsse erneuert. Im Anschluss ist die Straßenoberfläche, wie auch der gesamte Straßenraum modernisiert und neu gestaltet worden. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten stellte der konkrete Bauzeitenplan für alle Beteiligten und auch die betroffenen Anwohner des Öfteren eine größere Herausforderung dar. Die Einteilung der Arbeiten in zwei Abschnitte war jedoch unumgänglich und die auszuführenden Tätigkeiten aufgrund der Anzahl der dort zu verlegenden Leitungen, der geringen Straßenbreite und der topographischen Verhältnisse zum Teil sehr aufwendig. Mit Hausdurchgängen und zwei Bürgerinformationsveranstaltungen sind die Bewohnerinnen und Bewohner über die jeweils anstehenden Maßnahmen von der Verwaltung, sowie dem betreuenden Ingenieurbüro Langenbach aus Sigmaringen auf dem Laufenden gehalten worden. Ein Dankeschön für die hervorragende Arbeitsausführung und die gute Kommunikation während der gesamten Bauphase gilt abschließend allen Beteiligten; für die Tiefbauarbeiten insbesondere den Unternehmen - Matthias Strobel GmbH & Co, Pfullendorf (I. Bauabschnitt) - und - J.F. Storz GmbH & Co. KG, Eigeltingen (II. Bauabschnitt) - sowie der Firma - Unger Rohrleitungsbau, Frickingen - für die kompletten Wasserleitungsarbeiten. In diesen Dank der Verwaltung sind auch alle Anwohner des Sanierungsgebiets mit einzuschließen, die über einen längeren Zeitraum, durch die unvermeidbaren Begleiterscheinungen und Auswirkun-gen einer solch umfangreichen Baustelle beeinträchtigt gewesen sind. Spätestens nach dem Einbau der Tragdeckschicht und der Herstellung des Straßenraums samt Gehwegen lässt sich aber festhalten, dass durch die Sanierung das gesamte Gebiet eine beträchtliche Aufwertung und neue Qualität für das unmittelbare Wohnumfeld erfahren hat.

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Lag man mit dem ersten Bauabschnitt im Zeitplan, so kam es im vergangenen Jahr leider zu einer nicht vorhersehbaren zeitlichen Verschiebung. Gemäß den ursprünglichen Planungen hätte das Sanierungsgebiet Ende 2016 vollumfänglich abgeschlossen sein sollen. Ursächlich für die Verzögerung war die Ausschreibung der erforderlichen Tiefbauarbeiten speziell im zweiten Bauabschnitt, welche letztlich kein akzeptables Ergebnis mit sich brachte. Mitunter auch wegen einer guten Auslastung der Firmen lag der einzige Anbieter mit seinem Angebot um fast 30 % über der aktualisierten Kostenberechnung. Im Resultat stellte dies eine finanzielle Überschreitung dar, wie sie bei städtischen Tiefbauarbeiten vergleichsweise noch nie vorlag. Aufgrund dieser Tatsachen sah sich der Gemeinderat in einer einberufenen Sondersitzung im Frühjahr 2016 gezwungen die Ausschreibung aufzuheben. Angesichts der beträchtlichen Kostensteigerung war die Baumaßnahme für den städtischen Haushalt so nicht finanzierbar. Die Hoffnung mit einem anderen Zeitfenster, doch noch einen erweiterten Bieterkreis und damit auch kostengünstigere Angebote zu erhalten, zahlte sich in der Folge aber aus. Eine Neuausschreibung unmittelbar vor der Sommerpause ergab mehrere Angebote, die allesamt günstiger ausfielen. Der Zuschlag an die Firma Storz brachte erfreulicherweise ein um rund 400.000 Euro verbessertes Ergebnis, welches zudem noch rund 13 % unterhalb des verpreisten Leistungsverzeichnisses und damit sogar unterhalb des Haushaltsplanansatzes lag. Aufgrund dieses Umstandes konnte man, entgegen der ursprünglichen Planung, erst Ende September 2016 mit den Bauarbeiten im zweiten Abschnitt beginnen, weswegen sich die Arbeiten noch in dieses Jahr hineinzogen.

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Für Fridingen stellte diese städtebauliche Erneuerungsmaßnahme in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren „den“ finanziellen Investitionsschwerpunkt dar. Insgesamt knapp zwei Millionen Euro wurden für diese umfangreiche Sanierungsmaßnahme veranschlagt. Finanzielle Aufwendungen, welche die Stadt ohne die monetäre Unterstützung des Landes nur hätte schwerlich stemmen können. Mit der positiven Bescheidung des Aufstockungsantrages 2014 durch das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg zahlten sich unsere Bemühungen um weitere Finanzhilfen aus. Aufgrund dieser zusätzlichen Fördermittel in Höhe von 430.000 Euro aus dem Landessanierungsprogramms wurde man überhaupt erst in die Lage versetzt, die Sanierung des gesamten Areals zielgerichtet fortführen und abschließen zu können. Dem Land sei an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung und Gewährung des Zuschusses nochmals gedankt. Bei derartigen kostenintensiven Maßnahmen ist die Stadt aufgrund ihrer finanziellen Struktur auf solche Zuweisungen ganz besonders angewiesen. Vor diesem Hintergrund sind wir auch darüber froh, dass wir bereits mit einem neuen Sanierungsgebiet - der Kulisse „Panoramastraße/Altstadt“ - als eine von insgesamt landesweit 61 Neumaßnahmen erneut in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wurden.