Neugestaltete Dauerausstellung im Heimatmuseum Oberes Donautal feierlich eröffnet

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Am 20. November wurde der Stadt im Rahmen eines kleinen Festakts im Ifflinger Schloss die LEADER-Förderplakette durch Landrat Stefan Bär überreicht. Nach der umfassenden äußeren Sanierung des Ifflinger Schlosses in den Jahren 2012 und 2013, sind nunmehr auch die inneren Renovierungsarbeiten, sowie die inhaltliche und konzeptionelle Neuausrichtung abgeschlossen. Während bereits im vergangenen Jahr das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss als neue Museumsräume der Öffentlichkeit übergeben werden konnten, präsentieren sich jetzt auch das zweite und dritte Obergeschoss in neuer Gewandung  und vor allem mit einer neu konzipierten Dauerausstellung.

Zur Schwerpunktabteilung ausgebaut wurde dabei die gleichfalls räumlich erweiterte archäologische Abteilung, welche anhandneuer Dauerleihgaben aus dem archäologischen Landesaltmuseum nun auch Ausgrabungsfunde aus der Jägerhaushöhle zeigen kann. Gänzlich neu überarbeitet wurde die Abteilung Fridinger Stadt- und Herrschaftsgeschichte, die in der Hohenbergstube ihren Platz gefunden hat. Neu hinzugekommen ist eine dauerhafte Abteilung über „Burgen im Oberen Donautal“ in der ehemaligen Schlosskapelle, welche künftig mit bedeutenden Fundstücken aus dem Württembergischen Landesmuseum Stuttgart aufwarten kann.
In seiner Begrüßung betonte Bürgermeister Stefan Waizenegger, dass dieses museale Vorzeigeobjekt, wie kein anderes städtisches Gebäude für die hautnah erlebte Begegnung mit der reichhaltigen Vergangenheit Fridingens stehe. Aufgabe und Wille eines Heimatmuseums, so der Schultes weiter, sei es zu informieren, Einblicke zu vermitteln und Interesse zu wecken an der Geschichte unserer Stadt, sowie auch der Region und damit die heimatliche Kultur und Identität insgesamt zu stärken. Es gehe darum den Besucherinnen und Besuchern aufzuzeigen, was die Menschen früher bewegt hat und was sie bewegt haben. Mit dem heutigen Abend, merkte Bürgermeister Stefan Waizenegger an, finde zudem das vorbildliche interkommunale Projekt mit dem Museum Vorderes Schloss in Mühlheim seinen formalen Abschluss. Beide Museen wären nun sowohl konzeptionell, wie auch gestalterisch auf der Höhe der Zeit.
Im Anschluss übergab Landrat Stefan Bär, der selber vor Jahren noch als Bürgermeister den Beginn zu der jetzt abgeschlossenen Maßnahme miterlebt hat, dem Museum die entsprechende LEADER-Plakette. Letztlich, so der Landrat, verdankt das Projekt seine Realisierung und Umsetzung mitunter auch den europäischen Föaltrdermitteln aus Brüssel. Die Europäische Union koste also nicht nur Geld, sondern manchmal fließe auch etwas an uns zurück. In einem Grußwort zeigte sich auch Heimatkreis-Vorsitzender Wolfgang Wirth sehr darüber erfreut, dass mit der jüngsten Maßnahme das Museum fit und modern für die Zukunft gemacht wurde. Der bekannte Historiker Dr. Casimir Bumiller, der die neue Konzeption in Zusammenarbeit mit der Grafikerin Petra Junker ausgearbeitet hat, erläuterte die neue Dauerausstellung, die keinen flächendeckenden Überblick über alle Aspekte der Fridinger Geschichte bieten könne, sondern an ausgewählten Beispielen das Besondere dieser Geschichte hervorhebe. Abschließend wies Museumsleiter Dr. Armin Heim darauf hin, dass die interkommunale Zusammenarbeit der beiden Museen Fridingen und Mühlheim integraler Bestandteil der geförderten LEADER-Maßnahme gewesen wäre und nunmehr künftig beide Häuser gemeinsam unter dem Namen „Museum Oberes Donautal“ auftreten. Die Eröffnung des neugestalteten Museums in einem würdigen Rahmen ist für die allgemeine Öffentlichkeit zum Saisonstart im kommenden Frühjahr vorgesehen.


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