Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr

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Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue,
und war es schlecht, ja dann erst recht!
(Karl-Heinz Söhler, dt. Publizist)


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
Weihnachten, das Fest der Liebe, des Friedens und der Hoffnung steht unmittelbar bevor. Bereits in wenigen Tagen stoßen wir auf 2016. Für einen kurzen Moment liegt der Alltag, liegen die Monate und Wochen der Rast- und Ruhelosigkeit hinter uns. Wir freuen uns auf diese Feiertage sowie die Zeit zwischen den Jahren, auf schöne Stunden und Augenblicke im Kreise der Familie, mit Freunden und Bekannten.


Zugleich gehört das mit manchen Erwartungen, vielen Hoffnungen und guten Vorsätzen begonnene Jahr wiederum bald schon der Vergangenheit an. Hinter uns liegen dann nicht nur weltweit, sondern auch für Deutschland und unser Gemeinwesen recht ereignisreiche und bewegte Monate. Halten wir inne und ziehen wir Bilanz, so müssen wir vor dem nahenden Jahreswechsel feststellen:

Leider ist unsere Welt 2015 nicht ruhiger oder gar friedvoller geworden. Vielmehr hat die Bereitschaft politische, religiöse oder soziale Unterschiede mit Gewalt und Terror zu lösen zugenommen. Unverändert sind militärische Auseinandersetzungen, ist die Ausbeutung und Unterdrückung von Personen, Gruppen oder ganzen Staaten in vielen Regionen traurige Realität. Die Auswirkungen und Folgen haben wir ganz besonders seit dem Sommer auf dem europäischen Kontinent und in unserem Land zu spüren bekommen. Immer mehr Menschen, vor allem aus dem Nahen Osten, sahen sich dazu gezwungen ihre angestammte Heimat zu verlassen und bei uns Schutz, sowie politische und wirtschaftliche Sicherheit zu suchen. Die Unterbringung und Integration dieses Zustroms an Flüchtlingen wird „die“ große humanitäre und gesellschaftliche Herausforderung bleiben. Aufgrund der absoluten Zahlen stehen auch 2016 die Behörden und Verwaltungen unter einem immensen Handlungsdruck. Nachdem die Stadt mit dem Erwerb der Feuerhake gehandelt hat, werden wir uns weiterhin und intensiv mit der Suche nach Wohnraum beschäftigen müssen, um die neuankommenden Flüchtlinge unterzubringen. Dieses Thema wird uns sicherlich auch im neuen Jahr fordern und uns einiges abverlangen.

Ein weiterer Schwerpunkt des kommunalpolitischen Handels ist es, das Sanierungsgebiet „Bangelt/Nördliche Vorstadt“ fortzusetzen und diese wichtige Erneuerungs- und Infrastrukturmaßnahme abzuschließen; ein bedeutendes städtebauliches Vorhaben mit Gesamtaufwendungen von rund 1,6 Mio. Euro. Trotz oder gerade wegen solch großer Investitionen und in Anbetracht der zeitnah anstehenden Aufgaben gilt, dass auch 2016 unsere finanziellen Spielräume bescheiden bleiben. Unverändert gehören wir zu denjenigen Kommunen, wo die Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben zunimmt. Wenn wir unsere Zukunftsfähigkeit erhalten wollen, werden wir damit leben müssen, dass manches Anliegen und mancher Wunsch, so berechtigt und sinnvoll er auch sein mag, nicht bzw. nicht in absehbarer Zeit zu realisieren sein wird.

In diesem Jahr blickten wir auf das siebzigjährige Ende des zweiten Weltkriegs zurück. Bei allen Schwierigkeiten, Unsicherheiten und Problemen sollten wir daher nie vergessen und uns vielleicht wieder vermehrt in Erinnerung rufen, dass wir seit vielen Jahrzehnten in unserem Land in sozialer und persönlicher Sicherheit, in Freiheit und in Wohlstand leben können. Friede hat aber nicht nur etwas mit Waffenruhe zu tun, sondern auch mit persönlicher Zufriedenheit und Mitmenschlichkeit. Weihnachten muss und soll uns daran besonders erinnern. Jeder Einzelne von uns kann seinen Teil zu einer guten Atmosphäre, zu einer respektvollen Art und Weise im gegenseitigen Miteinander beisteuern.

Als Bürgermeister möchte ich mich am Jahresende deshalb bei all denjenigen bedanken, die sich erneut mit großer Selbstverständlichkeit für unsere Stadt und seine Menschen eingesetzt haben. Allen ehrenamtlich tätigen Mitbürgerinnen und Mitbürger sei es in den karitativen, kulturellen und sonstigen Vereinen oder Organisationen gilt mein Dank für ihre gewiss nicht immer leichte Aufgabe und Tätigkeit. Sie tragen mit ihrem Engagement und ihrem Einsatz ganz wesentlich dazu bei, dass wir in Fridingen eine derart hohe Lebensqualität, ein hochwertiges Lebensumfeld, sowie ein lebendiges Gemeinwesen besitzen. Einschließen in diesen Dank darf ich selbstverständlich auch alle Gewerbetreibenden, den Handel, das Handwerk und die Industriebetriebe als stets zuverlässige und gute Partner.
 
Zum Jahresende ist es mir ein besonderes Anliegen sich derjenigen Menschen zu erinnern, welchen es nicht so gut geht oder die persönliche Schicksalsschläge zu verkraften haben. Mitmenschen, die in gesundheitlicher, seelischer oder materieller Not leben oder leben müssen. Vergessen wir zudem nicht, dass gerade die alten, kranken oder behinderten Mitmenschen unsere persönliche Zuwendung, Hilfe und Unterstützung benötigen.

Allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünsche ich von Herzen, auch namens des Gemeinderates und der Stadtverwaltung, ein gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest, ein paar ruhige und erholsame Tage, sowie einen guten Start ins neue Jahr mit Frieden, Wohlergehen und Gottes Segen!

Ihr
Stefan Waizenegger
Bürgermeister