Grußwort Weihnachten und Neujahr 2014

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"Gesegnet sei die Heilige Nacht,
die uns das Licht der Welt gebracht!“
(Eduard Mörike 1804 bis 1875)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nur noch wenige Tage trennen uns von Weihnachten und dem Jahreswechsel. Das mit mancherlei Wünschen, Hoffnungen und guten Vorsätzen begonnene Jahr 2014 gehört bald schon wiederum der Vergangenheit an. Gerade die bevorstehenden Feiertage und ganz besonders die Zeit zwischen den Jahren bietet uns willkommene Gelegenheit inne zu halten, Bilanz zu ziehen und den Ausblick nach vorne zu wagen.
Was erwartet uns, was wird das Jahr 2015 bringen? Welche Herausforderungen oder Aufgaben wollen wir angehen? Woran möchten wir persönlich festhalten? Was werden wir unter Umständen ändern? Alles Fragen, die den ein oder anderen von uns in diesen Tagen der Jahreswende, sei es privat, beruflich oder gesellschaftlich, vermehrt beschäftigen dürften.

Die Wochen im Advent und die Vorbereitung auf das christliche Weihnachtsfest ziehen weltweit und alljährlich viele Menschen immer wieder aufs Neue in ihren Bann. Denn Weihnachten ist eben nicht nur ein Fest der Geschenke und des Konsums. Nein: Weihnachten ist vielmehr! Es ist „das“ Fest der Familie, der Solidarität und des Friedens.
Bedauerlicherweise muss man in dem zu Ende gehenden Jahr feststellen: Die Welt ist 2014 gerade nicht friedvoller und menschlicher geworden. Der Wille und die Bereitschaft politische, religiöse oder soziale Auseinandersetzungen mit Krieg und Gewalt zu lösen, sind nicht gestiegen. Die Ausbeutung, Unterdrückung und Vertreibung von Menschen oder ethnischen Gruppen in vielen Regionen dieser Welt sind erschreckende und traurige Wirklichkeit. Immer mehr Personen und Familien sind gezwungen zu fliehen, ihre Heimat zu verlassen um bei uns Schutz und Sicherheit zu suchen. Weihnachten sollte uns deshalb auch daran erinnern, diesen vielfach traumatisierten Menschen respektvoll und offenherzig gegenüberzutreten. Vergessen wir nie und schätzen wir uns in Deutschland glücklich, dass wir seit knapp siebzig Jahren in Sicherheit, Freiheit und Wohlstand leben können und dürfen.
2014 war für uns in Fridingen ein ereignisreiches Jahr. Kommunalpolitisch konnte einiges bewegt und mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt, der Hochwasserschutzmaßnahme oder dem Abschluss der musealen Neukonzeption mit innerer Sanierung des „Ifflinger Schlosses“ bedeutende örtliche Vorhaben abgeschlossen werden. Unverändert gilt für uns aber, dass wir zu jenen Städte und Gemeinden gehören, wo die Diskrepanz zwischen Einnahmen und Ausgaben kontinuierlich zunimmt. Unsere finanziellen Spielräume werden auch in Zukunft bescheiden bleiben. Wenn wir unsere Zukunftsfähigkeit weiterhin erhalten wollen, müssen wir damit leben, dass manches Anliegen und mancher Wunsch, so berechtigt und sinnvoll er auch sein mag, nicht sofort oder in absehbarer Zeit zu realisieren sein wird.
Im gesellschaftlichen Bereich liegt wieder ein unterhaltsames und erlebnisreiches Jahr mit vielen Veranstaltungen, Festen und Ereignissen hinter uns. Mein besonderer Dank, mein Respekt und meine Anerkennung gilt daher all den Entscheidungsträgern und Verantwortlichen in unseren Vereinen, dem Stadtrat, den Kirchen und den Organisationen, die sich in vorbildlicher Weise und unter großem persönlichem Einsatz für unsere Stadt einbrachten. Eingeschlossen in diesen Dank sind natürlich auch die Gewerbetreibenden, der Handel, das Handwerk und unsere Industriebetriebe für ihre zuverlässige und gute Partnerschaft. Sie sind wichtige und unverzichtbare Säulen eines vitalen wie gesunden Gemeinwesens.
Am Ende des Jahres erinnern wir uns speziell den Menschen, welchen es persönlich nicht gut geht. Mitmenschen, die in gesundheitlicher, seelischer oder materieller Not leben. Auch wollen wir im kommenden Jahr nicht vergessen, dass gerade die älteren, kranken oder behinderten Mitmenschen unsere persönliche Zuwendung, Hilfe und Unterstützung benötigen.
Allen Mitbürgerinnen und Mitbürger wünsche ich von Herzen, auch im Namen unseres Gemeinderates sowie der Stadtverwaltung, ein gesegnetes, friedvolles und besinnliches Weihnachtsfest, sowie ein glückliches Neues Jahr in Frieden, Gesundheit und mit Gottes Segen!
Lassen Sie uns gemeinsam mit Zuversicht und Optimismus in die Zukunft gehen!
 
Ihr
Stefan Waizenegger
Bürgermeister