Partnerstadt Nanteuil-les-Meaux

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Nanteuil-les-Meaux

Im Februar 1986 war aus den Nachrichten des Gemeindetags von Baden-Württemberg zu entnehmen, dass die französische Gemeinde Nanteuil-lés-Meaux eine deutsche Partnergemeinde suche. Daraufhin nahm BM Ströbele Kontakt auf mit BM Charles Roynette in Nanteuil. Delegationen beider Städte bereiteten in gegen-seitigen Besuchen den Abschluß einer Städtepartnerschaft vor. Die offizielle Begrün-dung dieser Partnerschaft erfolgte in Fridingen am 16. Mai 1987 und in Nanteuil am 4. Juni 1988, wobei jeweils die Bürgermeister und die Vorsitzenden des Partner-schaftskomitees beider Städte in feierlichen Akten ihre Unterschriften unter die in Französisch und in Deutsch verfaßten Partnerschaftsurkunden setzten.



Inzwischen haben sich vielfältige Beziehungen zwischen den beiden Partnerstädten entwickelt. Zahlreiche Begegnungen kultureller und sportlicher Art sowie Jugendbe-gegnungen finden statt, aber auch viele persönliche Kontakte wurden aufgenommen und werden durch Korrespondenzen, Telefonate und gegenseitige Besuche lebendig erhalten, aus denen viele dauerhafte Freundschaften zwischen Jugendlichen und Erwachsenen beider Städte entstanden sind.

Nantueil-lés-Meaux liegt ca. 45 km von Paris entfernt, an der Marne, nahe der alten Bischofsstadt Meaux, im Departement Seine et Marne, in der Landschaft Brie.

Geschichtlich interessant ist, dass die Einwohner von Nanteuil lange Zeit vorwiegend Protestanten waren. Im 16. Jahrhundert waren zwei Drittel der Bewohner Hugenot-ten. Nach der Aufhebung des Edikts von Nantes flüchteten viele von ihnen nach Holland, in die Schweiz und nach Preussen.

Nanteuil war ursprünglich ein großes ländliches Dorf, in dem eine bedeutende und vielfältige Landwirtschaft betrieben wurde, bis zum Ausbruch einer Phylloxera-Epidemie, auch Weinbau, danach wurden Obstbäume angepflanzt, deren Früchte nach ganz Europa exportiert wurden. Ferner wurde Käse erzeugt - natürlich Brie, der von der Landschaft Brie seinen Namen hat - sowie Getreide- und Zuckerrüben. Eine Zuckerfabrik existiert noch. Dagegen gibt es keine Viehweiden mehr, die Weiden wurden in Maisfelder umgewandelt. Die Herstellung des Brie-Käses hat sich inzwi-schen in die umliegenden Dörfer verlagert.
Dafür wurden zwei Industrie- und Gewerbegebiete erschlossen, auf denen sich Handwerks-, Industrie- und Gewerbebetriebe sowie ein Einkaufszentrum angesiedelt haben. Immer noch fahren zahlreiche Nanteuillerinnen und Nanteuiller täglich nach Paris zur Arbeit, wozu die meisten die Eisenbahn ab Bahnhof Meaux benützen.

Das öffentliche Leben in Nanteuil ist geprägt durch die Tätigkeiten zahlreicher kultu-reller und sportlicher Vereine.

Es gibt eine evangelische und eine katholische Pfarrgemeinde, jede Pfarrei hat ihre eigene Kirche.

Im Schuljahr 1999/2000 besuchen 556 Kinder die Nanteuiller Schulen: zwei Vor-schulen, die in etwa unseren Kindergärten entsprechen und drei Grundschulen. Nach der Grundschule besuchen die Kinder das Collége und das Lycée in Meaux. In jüng-ster Zeit plant Nanteuil den Bau eines eigenen Colléges, die zuständigen Verwal-tungsstellung haben ihre Zustimmung dafür gegeben, die Gemeinde rechnet damit, dass zu Beginn des Schuljahres 2000/2001 die erste Collége-Klasse in die neue Schule einziehen kann.
Wer Nantueil besucht, wird an die Städtepartnerschaft mit Fridingen erinnert durch Partnerschaftsschilder an den Zufahrtsstraßen, wie sie auch in Fridingen aufgestellt sind. Eine Straße trägt den Namen "Avenue de Fridingen". In Fridingen heißt seit September 1999 die Holzbrücke über die Donau "Nanteuiler Brücke" oder Pont de Nanteuil".

Die Pflege der Partnerschaft ist Ziel der Partnerschaftskomitees.
Partnerschaftskommitee Fridingen-Nanteuil-Les-Meaux
Städtepartnerschaft mit Nanteuil-Les-Meaux
Vorsitzender: Martin Schnell, Am Wendelstein 13, 78567 Fridingen a.D.
Telefon: 07463/5281
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