Drohnenverordnung in Kraft getreten

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Anfang April diesen Jahres ist die neue sog. "Drohnenverordnung " in Kraft getreten, die das Fliegen mit Drohnen neu regelt. Da uns immer wieder Anfragen aber auch Beschwerden aus der Bürgerschaft erreichen, wollen wir die wichtigsten Regeln kurz zusammenfassen:

… auf Modellflugplätzen

Wer sein Flugobjekt ausschließlich auf einem Modellfluggelände fliegen lässt, kann das unverändert machen. Die neuen Regeln gelten nur außerhalb von Modellflugplätzen. Einzige Ausnahme: Man muss eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen.


… für Besitzer von Drohnen oder Modellflugzeugen mit…

einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm

Sie müssen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen.

einem Gewicht von mehr als 2,0 Kilogramm

Sie müssen eine Plakette mit Name und Adresse des Besitzers anbringen.

Darüber hinaus müssen sie besondere Kenntnisse nachweisen.
Der Nachweis wird entweder nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle erteilt oder bei Modellflugzeugen durch einen Luftsportverband nach einer Einweisung ausgestellt.

einem Gewicht von mehr als 5,0 Kilogramm

Sie benötigen zusätzlich eine Aufstiegserlaubnis, die von den Landesluftfahrtbehörden erteilt wird.

… für Steuerer, die ihr Flugobjekt - außerhalb von Modellfluggeländen - mehr als hundert Meter hoch fliegen lassen

• Das ist für Steuerer von Drohnen grundsätzlich verboten. Eine behördliche Ausnahmeerlaubnis kann bei den Landesluftfahrtbehörden beantragt werden.

• Steuerer von Modellflugzeugen benötigen einen Kenntnisnachweis.

• Generell dürfen Drohnen und Modellflugzeuge nur in Sichtweite geflogen werden.

Generell gilt

Drohnen oder Modellflugzeuge müssen stets bemannten Luftfahrzeugen ausweichen.

Verboten ist

• Jegliche Behinderung oder Gefährdung,

• der Betrieb von Drohnen oder Modellflugzeugen in und über sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Hauptverkehrswegen, An- und Abflugbereichen von
Flugplätzen,

• der Betrieb einer Drohne oder eines Modellflugzeugs mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm über Wohngrundstücken.

• Das Gleiche gilt, wenn das Flugobjekt (unabhängig von seinem Gewicht) in der Lage ist, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen.

Für den Innerortsbereich bedeutet dies also im Umkehrschluss, dass Drohnen dort nur geflogen werden dürfen, wenn sie leichter als 0,25 kg sind und keine Kamera oder Mikrofone installiert hat.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Homepage des Ministeriums unter

http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LR/151108-drohnen.html