Heimatmuseum

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Das Museum Oberes Donautal zeigt in sieben Abteilungen ausgesuchte Kultur-und Kunstgegenstände aus Fridingen und der näheren Umgebung.

Die herausragenden Besonderheiten des Museums sind:

  • Fridinger Zimmereinrichtungen aus dem 16.-20. Jahrhundert
  • alte Fridinger Narrengewänder und Larven ab dem beginnenden letzten Jahrhundert
  • reiche und kostbare Alemannenfunde (500-746 n. Chr.) aus der Fridinger Flur Spital
  • Ölgemälde, Zeichnungen und Aquarelle heimischer Künstler des 18.,19. und 20. Jahrhunderts
  • die wohl einmalige Sammlung grafischer Blätter, Zeichnungen und Gemälde des Oberen Donautals aus vier Jahrhunderten

Abteilung 1:

Geschichte des Ifflinger Schlosses, Modell des mittelalterlichen Fridingen, der gotische Haupt- und Festraum der Burganlage um 1500, die Hohenbergstube mit Wappenfries der Hohenbergstädte von 1381, Hellebarden der Fridinger Bürgerwehr, gotischer kreuztragender Christus, Bilder, Urkunden, Siegel, Fotos, Modelle.

Abteilung 2:
Vor- und frühgeschichtliche Abteilung mit Bodenfunden aus der Jungstein-, Bronze-, Eisen- und Römerzeit. Wertvolle Funde aus der Alemannenzeit (6.,7. und beginnendes 8. Jahrhundert n. Chr.).

Abteilung 3:
Sammlung von Fossilien aus dem Oberen Donautal.

Abteilung 4:
Volkskunde, Fridinger Wohn-, Wirts-, und Schuhmacherstube, Narrengewänder und Holzlarven, Vereinsleben, Volksfrömmigkeit.

Abteilung 5:
Heimische Kunst der Barockzeit mit Zeichnungen, Gemälden und Fotos. Der Orgelbauer Spiegel. Maler und Bildhauer Zoll. Bildhauer Butsch. Die Maler Hamma und Korb.

Abteilung 6:
Heimische Kunst der Neuzeit. Beuroner Kunst. Bilder des expressiven Landschafts- und Kirchenmalers Alfons Epple (1899-1948). Zeichnungen und Aquarelle des volkstümlichen Zeichners und Malers Xaver Bucher (1899-1959).

Katalogwerke der beiden Fridinger Künstler sind auf dem Rathaus, Zimmer 14, erhältlich:

Der Eck-Xaver
Franz Xaver Bucher (1899-1959), in Fridingen an der Donau aufgewachsen, entstammte einer Familie, in der die künstlerische Betätigung zum Alltag gehörte. Er war eine Persönlichkeit von besonderer Prägung, ein sensibler Mensch, verletzlich und entflammbar, ein begnadeter Zeichner von hoher technischer Fertigkeit und Produktivität. Seine Werke, die oft lyrischen Charakter aufweisen, schöpfen aus der starken Bindung an die heimatliche Landschaft und Dorfgemeinschaft. Sie strahlen die reiche und intensive Wahrnehmung des Künstlers aus und erheben ihn über das Niveau eines "Heimatmalers". Die Autorin Gabriele Frommer schildert nicht nur die äußeren Stationen eines bewegten Daseins. Sie versucht darüber hinaus, das innere Erleben Xaver Buchers nachzuvollziehen. Die Biographie gründet auf aufwendigen Recherchen, Archivstudien und ungezählten Gesprächen mit Weggenossen und Freunden des Malers und Zeichners. Auszüge aus seinen Briefen und Tagebuchstudien runden das Bild von einer außergewöhnlichen Person ab. Die Lebensbeschreibung schließt mit einem Beitrag von Hans Bucher, dem Neffen des Künstlers. Über achtzig Werkabbildungen, Zeichnungen und Aquarelle gewähren Einblick in das vielfältige Schaffen Franz Xaver Buchers.

Alfons Epple "Spuren eines Künstlerlebens"
Mit Alfons Epple (1899-1948) ist es Fridingen gelungen, die Erinnerungen an einen Künstler wiederzuerwecken, der mit Beginn der 20er Jahre an der Kunstgewerbeschule Stuttgart studiert hat, dann Schüler bei Prof. Karl Caspar an der Münchner Akademie war, ein Münchner Maler wurde und München nur verließ, um im Chiemgau vor den Kriegsereignissen Zuflucht zu suchen.
Seine Rückkehr nach München hat er allerdings nicht mehr erlebt, da Epple bereits zu Beginn des Jahres 1948 starb. Während anderen ein künstlerischer Neubeginn vergönnt war, ließen sich für Epple die Hoffnungen, die er nach dem Krieg in sein künstlerisches Arbeiten setzte, nicht mehr realisieren. Mitten im Aufbruch stirbt er. Zweifellos haben die schwierigen Zeitbedingungen mit zu Epples zu frühem Tod beigetragen, so dass Epples Werke fast in Vergangenheit geraten wären.

Im Auftrag der Stadt Fridingen, herausgegeben von Gabriele Frommer und Hans Bucher, ist ein Katalogwerk entstanden, das neben einer biographischen Aufarbeitung umfangreiche Werkabbildungen, ein Werkverzeichnis und weitere, auch kunsthistorische Beiträge enthält. Diese erste grundlegende Arbeit stellt Epples Werk umfassend vor und ermöglicht es, sich mit dieser Künstlerpersönlichkeit auseinanderzusetzen.

Abteilung 7:
In der Donautalgalerie die Sammlung vor allem grafischer Blätter mit Motiven des Oberen Donautals zwischen Donaueschingen und Scheer.

Öffnungszeiten des Museums:
Geöffnet vom 1. Mai bis 31. Oktober eines jeden Jahres an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr oder auch gerne nach Vereinbarung.


Auf Wunsch finden auch standesamtliche Trauungen in diesem historischen Ambiente statt.


Anschrift:
Museum Oberes Donautal
Schloßgasse 20
78567 Fridingen
Tel. 07463/8474

Museumsleiter
Dr. Armin Heim
Rathaus, Kirchplatz 2
Zimmer 13
Telefon 07463 / 837-28

Besuchen Sie auch unser Künstlerhaus Scharfeck in Fridingen