2. „Fridinger Wirtschaftsforum“

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Unternehmensberater Robert Szilinski referiert über die Digitalisierung und den digitalen Wandel

Das zweite „Fridinger Wirtschaftsforum“ fand am vergangenen Donnerstagabend in der Aula der Gemeinschaftsschule „Obere Donau“ statt. In seiner Begrüßung erklärte Bürgermeister Stefan Waizenegger, dass die Verwaltung mit dieser Veranstaltungsreihe das Ziel verfolge in regelmäßigen Abständen, den ortsansässigen Betrieben und Unternehmen ein Forum zur Information und zum Austausch anzubieten. Hierbei wolle die Stadt möglichst aktuelle Themen aufgreifen, welche für die Wirtschaft von gewisser Aktualität und Interesse wären. Fridingen, so der Schultes, sei ein leistungsfähiger und innovativer Unternehmensstandort mit rund 1.200 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Das Angebot wäre zugleich als ein kleines Dankeschön an die Unternehmen und Betriebe für ihr unternehmerisches Engagement vor Ort und ihre Standorttreue gedacht. Darüber hinaus soll es aber auch Plattform sein, um in entspannter und lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen.

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Nachdem sich die Auftaktveranstaltung im vergangenen Herbst mit dem hochsensiblen Thema der „Cyber- und Informationssicherheit“ auseinandergesetzt hatte, stand an diesem Abend die „Unternehmensdigitalisierung“ und die damit verbundenen Herausforderungen für die Industrie im Zeitalter des digitalen Wandels im Fokus. Eingeladen hatte die Stadtverwaltung, welche mit Robert Szilinski hierfür einen namhaften Interessenten gewinnen konnte. Robert Szilinski ist studierter Diplom-Informatiker. Nach einigen Jahren in der Technologieberatung mit den Schwerpunkten IT-Strategie, Integration und agiles Projektmanagement begann er sich frühzeitig mit der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Auf dem Höhepunkt der Finanz- und Wirtschaftskrise gründete er zusammen mit Kollegen das Unternehmen „esentri AG“, deren Vorstand er heute ist. Gegenwärtig beschäftigt das Unternehmen rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Hauptsitz in Karlsruhe, sowie an den Töchtern-Standorten in Zürich, Nürnberg und Köln. Die „esentri AG“ setzt sich intensiv mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wirtschaft und deren Geschäftsmodelle auseinander. Im hauseigenen „duesentrieb Lab“ werden gemeinsam mit den Unternehmen und Betrieben Innovationen entwickelt und technologische Fragestellungen rund um das Internet der Dinge gelöst.

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Der Referent machte in seinem gut einstündigen und äußerst interessanten Vortrag deutlich, dass die Digitalisierung heute schon intensiv in die herkömmlichen Geschäftsmodelle; die klassischen Vertriebswege und Produktionen eingreift. Der digitale Wandel kann und wird sich künftig auf den Fortbestand bzw. die Frage nach der Zukunftssicherung vieler großer und mittelständischer Unternehmen auswirken. Die Verantwortlichen müssten sich angesichts dieser evolutionären Veränderungen mitunter viele Fragen stellen, wie: Welche Konsequenzen ergeben sich aus diesem Wandel, welche Handlungsoptionen besitzt man, welcher Schritt ist der erste - welcher kommt danach oder was gilt es alles bei der Neuausrichtung des Unternehmens zu beachten. Beispielhaft gab Robert Szilinski den anwesenden Zuhörern hierzu viele Eindrücke, Impulse und Anregungen. So müsse man groß denken, aber im Kleinen handeln. Er mahnte dabei an, dass es entscheidend darauf ankomme werde, sich auf die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden zu fokussieren. Allerdings gelte auch: Wer die Potenziale dieser Digitalisierung bestmöglich nutzen möchte, so Robert Szilinski, müsse in erster Linie zunächst seine Unternehmenskultur danach ausrichten. Seiner Meinung liege die größte Herausforderung für die Unternehmen neben der rasanten Geschwindigkeit, in der zu leistenden innerbetrieblichen Überzeugungsarbeit, um alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitzunehmen. Es bedürfe überkommene Strukturen zu überdenken und neue Strukturen zu implementieren. Wenn die Strategie erst einmal steht, kann sich das gesamte Unternehmen danach einstellen und der digitale Wandel erfolgreich gelingen.